„Wir haben ein Auto“, jubeln die einen. Die anderen sagen: „Jetzt spinnt der Vorstand!“ Nein, wir spinnen nicht, sondern haben es einfach gewagt, einen Antrag bei der NDR-Spendenaktion „Hand-in-Hand“ zu stellen, was seinen „roten Erfolg“ zeigt: ein Auto für die Hospizgruppe. Wir leben in einer ländlichen Region und fahren viele tausend Kilometer. Das Auto wird uns hoffentlich auch helfen, Geld zu sparen, denn nicht alle Kilometer werden refinanziert, so dass hier sogar ein Einsparpotential durch die Region fährt. Bei der Werbung für „Hospiz“ auf dem roten Lack sind wir vorsichtig: nicht jeder, der besucht wird, möchte die Werbung für Hospiz vor der Tür stehen haben. Wir werden eine variable Lösung dafür finden.

Achtung! Ab 2020 bieten wir unser bewährtes Gesprächscafé für Trauernde

in Hemmoor und Otterndorf an.

Die Trauerbegleiter der Hospizgruppe Land Hadeln e. V. laden ein zum Gesprächscafé für Trauernde jeweils am ersten Sonntag eines jeden Monats, und zwar

  • in Hemmoor jeweils am ersten Sonntag eines ungeraden Monats im
    (neu!) Gemeindehaus der St. Michaelis Kirchengemeinde Basbeck, Kirchweg 15,
    21745 Hemmoor

und

  • in Otterndorf jeweils am ersten Sonntag eines geraden Monats in den
    (neu!) Räumen der Hospizgruppe Land Hadeln e. V., Cuxhavener Straße 5,
    21762 Otterndorf.

Die Treffen bieten Trauernden die Möglichkeit, sich in gemütlichem Beisammensein bei Kaffee, Tee und Kuchen auszutauschen und sich dadurch gegenseitig zu stützen. In geschützter Atmosphäre können die Gäste von ihrem Schicksal erzählen; sie können aber auch nur zuhören. Alles geschieht freiwillig. Oft ist es für Hinterbliebene tröstlich zu erfahren, dass sie mit ihrem Leid nicht alleine sind. Manchmal werden die belastenden Seiten des Lebens, zumindest für Stunden, vergessen und es wird neue Kraft und Lebensmut für den Alltag geschöpft.

Wer beabsichtigt, das Gesprächscafé erstmals zu besuchen, wird gebeten, sich telefonisch

im Büro der Hospizgruppe Otterndorf unter Tel. 04751-900 190 anzumelden.

Einzelgespräche

Die Trauerbegleiter bieten auch Einzelgespräche für Trauernde an. Dazu vereinbaren Sie bitte unter der Telefon-Nr. 04751 – 900 190 einen Termin. Wir hören den Anrufbeantworter kurzfristig ab und rufen gern zurück.

 

Ilse Tiedemann, Brigitte Haase, Bianka Saßenberg, Susanne Bartels Vitorkleines Foto

Hospizgruppe Land Hadeln: Ehrenamtliche kümmern sich um Menschen in Ausnahmesituationen des Lebens

Sie begleiten Menschen, die von schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer betroffen sind die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe Land Hadeln. In der vergangenen Woche trafen sie sich zu ihrer Hauptversammlung.

 

hospizjhv2017

 

Der Vorsitzende des Hospizvereins Bert Hitzegrad zog in seinem Jahresbericht Bilanz und wagte einen Ausblick auf die kommenden Monate. Ein arbeitsintensives Jahr liegt hinter den Aktiven, denn mit insgesamt 35 (plus 13) ist die Zahl der Begleitungen deutlich angestiegen gegenüber 2015. Dieser Wunsch nach Unterstützung scheint sich im laufenden Jahr fortzusetzen, denn aktuell nehmen 20 Sterbende beziehungsweise Schwerstkranke den ambulanten Hospizdienst in Anspruch. Auch ein Indiz dafür, wie groß der Bedarf ist und wie wichtig es ist, genug ehrenamtliche Sterbebegleiter zu haben und neue zu finden. Zurzeit befinden sich fünf Mitglieder der Hospizgruppe Land Hadeln in der Ausbildung und werden diese im Herbst abschließen. Bert Hitzegrad bezeichnete die Aktiven als "unseren Schatz". Er dankte ihnen ausdrücklich und freute sich, dass der Trend zur Mitarbeit ungebrochen ist. Darum wurde Anfang des Jahres aus Platzgründen auch ein Umzug in das Haus der katholischen Heilig-Kreuz-Gemeinde notwendig.

Bereich Trauerarbeit soll ausgebaut werden

Dank einer guten Öffentlichkeitsarbeit ist es gelungen, das Thema Tod und Sterben weiter zu enttabuisieren. Mit dazu beigetragen haben auch die Filmvorführung am "See achtern Diek" und die musikalische Lesung am Ewigkeitssonntag. So erklärt sich die gute Unterstützung aus der Bevölkerung, die Steigerung der Mitgliederzahl auf 149 (plus 16), die mit ihren Beiträgen und Spenden großen Anteil daran haben, dass der Hospizverein finanziell auf gesunden Füßen steht. Hinzu kamen im vergangenen Jahr die Spenden der CN/NEZ-Aktion "Leser helfen Lesern" und die schon traditionelle Unterstützung durch die Rotarier. So war der Verein in der Lage, alle Fortbildungskosten zu tragen und sich seit Januar eine nebenberufliche Bürokraft zu leisten.

Ausgebaut werden soll deshalb der Bereich Trauerarbeit: vier Mitglieder absolvieren derzeit eine entsprechende Ausbildung. Die Nachfrage ist groß, wie Hitzegrad erläuterte und die Verantwortung der Hospizgruppe hört nicht am Sterbebett auf. Durchführen wird die Hospizgruppe auch in diesem Jahr wieder einige Veranstaltungen:

9. April: Besuch des Ruheforstes in der Wingst

14. Mai: Benefizkonzert mit den "Spiritual Voices" in Lamstedt

2. Juni: Konzert mit "HerzTerz" in der Hemmoorer Kulturdiele

Sommer 2017: Freiluftkino auf der Seebühne

26. November: Lesung zum Ewigkeitssonntag in der Heilig-Kreuz-Kirche.

Bei den anschließenden Wahlen wurden der Vorsitzende Bert Hitzegrad und die Kassenführerin Brigitte Haase einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Weitere Informationen zur Hospizgruppe gibt es telefonisch unter (04751) 900190 sowie im Internet. 

Thomas Schult (NEZ)

Vorbereitungskurs zur hopizlicher Begleitung abgeschlossen: Sechs Teilnehmerinnen aus Land Hadeln dabei

von Thomas Schult

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Vor gut einem Jahr haben sich 15 Frauen auf den Weg gemacht und mit einer Vorbereitung auf die ehrenamtliche hospizliche Begleitung begonnen. Im Verlauf des Kurses am evangelischen Bildungszentrum in Bad Bederkesa haben sie ganz viel über sich selbst erfahren und ein gutes Rüstzeug für ihre verantwortungsvolle Aufgabe bekommen.

Am vergangenen Mittwoch haben sich alle Teilnehmerinnen und die Koordinatorinnen der beteiligten Hospizgruppen zur Abschlussbesprechung und zur Zertifikatsübergabe getroffen - Zeit, das Erlebte zu reflektieren und über die kommenden Herausforderungen zu sprechen. Immer wieder war dabei der Satz zu hören: „Der Kurs hat mich verändert." Bemerkt haben dies nicht nur die Teilnehmerinnen selber, sondern auch ihre Familien. So sagten etwa die Kinder einiger Frauen: „Mutti, was bist Du ruhig geworden. Mit Dir kann man jetzt viel besser reden als früher."

Kommunikation gelernt

Angesichts eines der Kursschwerpunkte - Kommunikation - auch nicht überraschend. Gut und genau Zuzuhören hätten sie gelernt in den insgesamt 14 Seminartagen mit zusammen 100 Unterrichtsstunden, sagten die Teilnehmerinnen. Eine gehörige Portion Spiritualität, ohne eine Bindung an Religion und das Training der Sprachfähigkeit gehörten ebenso dazu wie auch die Freude nicht zu kurz gekommen sei. Ganz wichtig sei das Kennenlernen der eigenen Belastungsgrenzen gewesen, um rechtzeitig auf eine Überschreitung reagieren zu können. Eingeübt wurden auch Worte, Symbole und Rituale des Abschieds. Begleitend zum Kurs habe es für jeden verpflichtend einen Praxisteil gegeben, etwa in einer stationären Pflegeeinrichtung. So gestärkt gehen die neuen Sterbebegleiterinnen nun voller Erwartung an ihre wichtige Aufgabe heran.

Birgit Meyer, Koordinatorin der Hospizgruppe Land Hadeln und Bert Hitzegrad, Vorsitzender des Hospizvereins freuen sich über den personellen Zuwachs von gleich sechs Ehrenamtlichen. „Der Bedarf und die Nachfrage an Begleitung steigt ständig an", sagte Hitzegrad. Darum startet im Oktober dieses Jahres auch schon wieder ein neuer Vorbereitungskurs am evangelischen Bildungszentrum. Informationen dazu gibt es dort oder bei den Hospizgruppen.

Sie haben den Vorbereitungskurs absolviert:


Hospizgruppe Land Hadeln: Anja Klawitter, Regina Klawitter, Sonja Köster, Elke Schmidt, Renate Weber und Frauke Zahrte.


www.ev-bildungszentrum.de

www.hospizgruppe-land-hadeln.de

 

   

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